Tsunami Robinsonade

muslimische FRau betet zwischen Tsunami Trümmern auf verlassener Insel

Sie nennen es Rückkehr, doch nichts daran fühlt sich so an.

Ein halbes Jahr nach dem verheerenden Tsunami ist Pulau Bunta kein Ort mehr, sondern eine Leerstelle – in den Karten, in den Köpfen, in den Körpern der Überlebenden. Ein Boot, organisiert von Islamic Relief, soll den Weg zurück ebnen. Doch kurz vor dem Ziel kentert es.

Für uns, die wir begleiten, beobachten, fotografieren, bleibt es ein Zwischenfall. Für die anderen wird es zur Wiederholung des Traumas. Nichtschwimmerinnen, Menschen, die das Meer längst als Bedrohung verinnerlicht haben. Und während internationale Strukturen sich entziehen, entsteht vor Ort eine andere Entscheidung: nicht weiterziehen, nicht abheben. Bleiben.

Diese Bilder zeigen Fragmente davon. Was sie nicht zeigen können: das unaufhörliche Dröhnen des Wassers im Kopf, die improvisierten Muezzinrufe aus Handylautsprechern in der Nacht, das Gefühl, dass Rückkehr manchmal nur ein anderes Wort für Ausharren ist.

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