Full black, seven points
reeperbahn
ein hotel wie jedes andere
an der wand diverse ohnmachten
rubens lustwollen, aber dass wir miteinander sprachen
– auf diesem planeten, der houston anfunkt,
sobald es ein problem gibt – ist skurril
und zugleich nonchalant.
hier einen brauchbaren sender zu finden
gleicht rückwärtssaltos auf einem spiegel
mit fünf gramm schminke im gesicht, mindestens
auf dem parkett eines striptease-lokals
in hochhackigen schuhen? na klar, sagt sie
und stolpert nackt
zieht eine spur qualmigen lichts
durch den erlauchten kreis
amateure, sagt sie. in hollywood
gibt man sich die klinke
und anderes in die hand,
hier ist der kuss getarnt, das tütchen koks
eine beliebte adresse
als sie raucht, denkt jeder, sie würde gleich
ihre nägel lackieren, in panik geraten oder
den cocktail ohne eis bestellen. jeder
beobachtet sie…
über solche momente berichten journalisten nur
aus drei metern entfernung. hände rascheln
wie zellophan, nutellaatem erinnert
an weihnachtsfeiern, kollektive gesten
während wir eine kühlschranktür
öffnen, um licht und
einen funkspruch an houston zu bekommen
sie –
hat hochhackige stiefel und besteigt
den thron. eine, die
nur ihren job macht. er zieht
seinen schwanz, jagt, ventiliert
rauch und spritzt
ein farbloses gemetzel
auf die bühne wie aus dem pinsel jackson pollocks
so etwas verändert die einsamkeit, die haut
den händedruck und all die anderen attacken
bevor wir ein bier bestellen können,
durchsucht man unsere taschen nach funkgeräten
houston schweigt…
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