In herrenlosen Schuhen

rote Schlappen auf Bootssteg im Abendlicht

Hamburg 53° 36′ 0″ N , 10° 0′ 0″ O 53.610

 

The shoe project: erzählt Geschichten von Hilfsbereitschaft und Freundschaften am bunten Faden herrenloser Schuhe.
Reisen ist wie Fliegen mit einem Doppeldecker. Die oberen Flügel tragen meine Freunde, das untere Paar ich selbst. Alles begann 2019 mit einem Kurzjob auf Sizilien. Dass ich danach mit meiner Hündin Yoshi dreiviertel Jahr in Italien, Deutschland und auf dem Donau-Radweg unterwegs sein würde, ahnte ich nicht. Geplant war es erst recht nicht. Weil mir diese Reise so viele inspirierende Begegnungen mit besonderen, hilfsbereiten Menschen geschenkt hat, möchte ich mit den erzählten Geschichten etwas zurückgeben.

Teil 1 Daumenkino besuchter Orte

Nordnacht, ElbEbbe

Hundefell flockt über den Fußboden. Der hölzerne Napf-Halter gespalten. Sie ist gestern Nacht angetrunken darüber gestürzt.
Unter dem Telefonschränkchen kreuz und quer Pumps, Turnschuhe, Lederstiefel und, offenbar von einem Hund zerbissene Badeschlappen. Mülleimer und Taschen quellen ebenso über wie der Aschenbecher auf dem Balkon. In der Spüle Gläser mit Lippenstiftabdrücken. Neben Plastikverpackungen und Taschentüchern.
Vor, hinter, neben mir, die Küche gleicht einem Himalaya aus Zeitungen, ungeöffneter Post, zwei Laptops und den seit Tagen nicht weggeräumten Einkäufen. Ist nur noch mit einem Guide zu durchqueren. Vor dem Küchentisch meiner Freundin, den ich jetzt wieder für mich allein habe, ein Auditorium von drei geröllverschütteten Stühlen und zweieinhalb Gedecken.

Sie weint bitterlich auf dem Wohnzimmer-Sofa. Seit Stunden. Ich bin stumm. Eingefroren. Gestern Nacht ist ihr Vater gestorben.

KI generiertes Bild einer nachgestellten Szene aus einer Küche, in der ein Golden Retriever hinter einer zerfledderten Pumps schläft

Jenseits der Elbe

Als ob sie – wie Charon, der düstere Fährmann aus alten Mythen – ihn im Krankenwagen-Nachen über den Totenfluss zum Eingang des Hades begleitet hätte. Ich fülle mir den billigen Wein ins Glas und stoße mit der staubigen Luft an. „Auf ihr Wohl, und danke für viel.“
Mein Laptop fährt hoch und ich wähle mich stumpf bei Facebook ein. Schreibe ein Gedicht für den verstorbenen, 90-jährigen Freund. Seinen Humor, seine nie und ganz erzählte Lebensgeschichte. Ich würde ihn gern würdigen, diesen, als ich ihn kennenlernte, klapperdürren, winzigen Mann mit dem brillanten, schlagfertigen Geist hinter der eckigen Brille.

Wollte man beispielsweise mit ihm eine der vielbefahrenen Straßen in Hamburg überqueren, sagte er lapidar: „Manchmal wünschte man auf der anderen Straßenseite geboren zu sein.“
Nach der Tablettenanpassung für ihre beginnende Demenz, empfing er seine Frau, die nach mehreren Wochen Kurzzeitpflege nach Hause gekommen war: „Entschuldigen Sie bitte, aber was machen Sie in unserem Wohnzimmer? Ich habe es noch nicht als Landeplatz für Ihre UFOs freigegeben?“

Nun war dieser Mensch, den ich so sehr in mein Herz geschlossen hatte, also tot. Kein Gedicht würde umspannen, betuchen, verhüllen, was ich sagen wollte.


östliche orientierung elbe

einfach jeder atlas voller grenzflüsse
so aufzuwachsen
den körper runden
nadelgespickt im headquarter

zurück – schreit geographie

sand oder bebenskala, felsen knirscht
dieser eine wunsch
nur zu rudern

riemen reichen hinauf
zur taille, ein land
südost hinabgelotst

weiße flotte gebucht: usti nad labem

geflüstert…außig an der elbe
sich einmal drehen, nach hause
finden und früchte
auf dem trockendock naschen
ein rinnsal – die elbe –

einmal kurz vor hamburg speisen

Gute Knoten, Wendungen kennen

„Bling, bling“. Neue Nachrichten im Messenger.
„Job auf Sizilien. Hundesitting. Günstige Flüge. Beginn Anfang April.“
„Oh, dann wünsch ich dir viel Glück und eine gute Zeit. Wenn du Fragen zu Hunden hast, du weißt ja, ich war zehn Jahre Hundesitterin.“

Meine Antwort auf die Frage der Freundin, Journalistin und Filmemacherin, bleibt zwei Stunden unbeantwortet. Dann wieder „bling,bling, new message!“
„Nein, ich hab gedacht, du würdest das vielleicht machen wollen?“

Ich denke nicht nach. Ich denke vor. Und sage: „Ja!
Magst du mir den Kontakt schicken?“

Die Beerdigung war in neun Tagen angesetzt. Physisch würde ich nicht anwesend sein. Und dennoch vielleicht näher dran?
Eine Frage der Philosophie, Religion oder Glaubenssätze.

Geschichten beginnen nie, wo sie erzählt werden.

eine Gardine weht nostalgisch einsam aus einem Fenster

Der Zen-Lehrer Shunryu Suzuki sagt: “There is no connection between I myself yesterday and I myself in this moment”.

Also, mag sein, dass „Am Anfang das Wort“ war. Aber, das erste Wort wird immer an einem anderen Ort und zu einem Raum-Zeitpunkt erzählt

Vom Ende verweht

Viel ist es nicht, was ich im uralten VW Polo verstaue. Den Schlafsack, das Schnellaufbau-Zelt, einen Gaskocher inklusive Kartuschen, die Powerbank, Laptop und E-Book-Reader. Futter natürlich, viel Futter. Keine Ahnung, ob wir unterwegs eine dieser Haustier-Shoppingmalls finden würden. Nicht, dass meine Hündin Yoshi „mediterranes Menü“ oder Straußengourmet-Leckerlis brauchte, aber sie ist noch nicht einmal ein Jahr alt und im Wachstum ist eine ausgewogene Ernährung doppelt wichtig.
Als ich meine Hündin auf die Rückbank hieve, schaue ich noch einmal zum Fenster im ersten Stock hinauf.

Meine Verbindung zu meiner Freundin hatte immer zweitklassigem Jazz geglichen. Soli, die manchmal passten, um kurz darauf schräg in den Ohren zu querelen. Die meist abgeseilt umherflatterten.
Wären meine, mit dieser Wohnung verbundenen Erinnerungen Sterne, könnte ich jetzt direkt auf der Milchstraße dort hinaufwandeln. Wir sind – bis zu diesem Abschied, auf nicht ausdrückbare Weise, miteinander vertäut. Vielleicht auch darüber hinaus. Denke ich und lasse die Haustür ins Schloss fallen.

eine Rose, angespült von einer Seebstattung

Am Angelhaken der Anfänge


„Zum Glück ist dieser Kelch an mir vorübergegangen. Garantiert ist sie hetero.“ Hatte ich bei der ersten Begegnung gedacht und mich auf unsere Spaziergänge und spätere Einladungen in ihre Küche eingelassen.

Selten kann ich so klar meine gedachten Sätze zu einer Situation abrufen. Wie Noten gemalt. Hinter DUR- wie MOLL-Schlüsseln leuchten detaillierte Erinnerungen, gemeinsame Erlebnisse zwischen den Linien der Komposition schwarz auf. Niemals Harmonien, aber dennoch Arrangements von Zuneigung, Anziehung und dann wieder Missverstehen. Besitzergreifen. Verschiebungen. Trotzdem wird mir bang, wenn wir streiten, aneinander vorbei diskutieren, uns nicht oder missverstehen. Wenn ich mich an das Glück erinnere, als ihre Einladungsmail mich wie ein warmer Sommerwindhauch streifte und ich wusste, wir würden uns nah sein. Wie es wohl kommt, dass wir uns zu manchen hingezogen fühlen als trügen wir gleiche Polungen. Wie diese Scotch and Soda–Hunde mit Magneten auf der Rückseite, anziehend, oder, nunja, einfach abstoßend.

ein weißer und ein schwarzer Scottish Terrier, Scottie Dogs, stehen abgewandt auf einem trostlosen Küchentisch

Momente, Sequenzen tauchen ungefragt vor meinem inneren Auge auf: Sie mit meinem orangenen Rollkoffer im Wald, als ich wegen einer Unterleibs-OP mit ihr und unseren drei Hunden Picknick machen wollte, aber eben noch nicht gut zu Fuß war. „Was zum Teufel musst du denn alles mitschleppen?“ hatte sie verständnislos und aufgebracht gefragt und sich zunächst kategorisch geweigert, das Monstrum eines orangenen Hardcover-Rollkoffers über den unebenen Waldboden zu schleifen.
„Unsere Picknickdecke, den Campingkocher, Kaffee, Piccolos“, hatte ich versucht, meine Fürsorglichkeit hervorzuheben. Doch ihre hochgezogenen Brauen ließen mich plötzlich selbst auf den Irrwitz meines Vorhabens aus andrer Perspektive schauen und ich musste lachen. „Ok, ich könnte einen seltenen Vogel hören, den würde ich dann eben gern aufnehmen“, erklärte ich das Diktiergerät und die drei Kilogramm-Digitalkamera mitsamt dem 3000mm „Ofenrohr“. Wie wir das Teleobjektiv getauft hatten.
Spöttisch, aber versöhnlicher hatte sie gefragt, ob ich hoffentlich das Elektronenmikroskop nicht vergessen hätte. Derlei humorvolle Schlenker liebte ich in unserem Miteinander. Leider tonierten nur immer seltener unsere Melodien.

Für eine Liebe wussten wir nicht genug voneinander und kein „Non, Je ne regrette rien“ taugte uns. Mathematisch betrachtet, war das „Wir“ eine Formel, für die ich weder Variablen noch Fixe, und schon gar keine Klammern besaß. Nur Quantentheorien und astrologische-Tarot-Vermutungen. Bedauern liegt in meiner Schreibstimme. Diese, unsere Jahre, durch die wir ohne Navigation geschlingert waren und ich nie dort ankern gewollt hatte, wo sie Häfen anzupeilen gedachte.

Klammern ohne Wäsche auf Leine

Sound hat nichts mit Senderwahl zu schaffen

Verstohlen sende ich einen dankbaren Luftkuss hinauf, als ich Yoshi anschnalle. Der Name meiner, vor sieben Monaten in Bayern geborenen Hündin war mit Bedacht gewählt. „Yoshi“ ist Japanisch und heißt „Güte, Geschenk“.

Den Mp3-Stick habe ich bereits mehrfach gehört und in den Pausetagen bei Freunden im Hundekompetenz-Zentrum neu bespielt. Hamburg, Bremen, Kulmbach, Neuötting liegen hinter uns. Der Polo läuft zuverlässig. Je mehr Kilometer der Tacho auflistet, desto ruhiger werde ich.

Geschmack, Würze, Elemente und Aggregatzustände verändern sich mit Gehörtem. Nach Calexico, Rumis vertonten Remix-Gedichten und L.P. lasse ich mir Shunryū Suzukis „Zen Mind, Beginner’s Mind“ von Peter Coyote vorlesen. Ich versuche mich in Abgleichen zwischen buddhistischen Lehren und meinen Stimmungen – und stelle belustigt fest, dass der Brennerpass mich sorgt. Nicht so sehr der Name als die Steigung von mehr als 1300 Metern über dem Meeresspiegel. Plötzlich traue ich dem Auto nicht mehr so recht auf seine alten Tage. Wie alle Bedenken erweisen auch diese sich als völlig unbegründet.

In herrenlosen Schuhen einen Kreis beschreiten

Auf dem Parkplatz der Raststätte, in der ich die Österreich-Vignette kaufe, wälzt Yoshi sich im Schnee. Vor uns liegt die erste Nacht, die wir im Zelt oder auf der schräg umgeklappten Rückbank verbringen müssen. Bisher haben uns Freunde beherbergt. Jetzt ist es also soweit, ich habe gewählt.

Hund auf Reisen macht Pause nach langer Autofahrt

Über diese besondere Reise zu schreiben – noch dazu nach zwei Corona-maskierten Jahren – schöpft aus dem Brunnen der Dankbarkeit. Auf dem Grunde dieses Borns liegen, wie Matrjoschkas ineinander verkapselte Geschichten.

Jeder von uns weiß, was er oder sie am 11. September 2001 gemacht hat. Weshalb ist das so? Natürlich, weil es die Attentate in den USA gab. Aber ein weiterer Grund, weshalb sich diese fürchterlichen Taten in unser kollektives Gedächtnis eingeprägt haben, ist, dass unzählige Medienkanäle wieder und wieder diese Bilder in Endlosschleifen über uns gekübelt haben.

Trotzdem – das gebe ich hier einmal zu bedenken: Wir wurden mit Tsunami-Nachrichten im Dezember 2004 ebenfalls geflutet. Aber wenn man nicht direkt betroffen ist, wissen wir nicht unbedingt sofort, wo wir in jenen Tagen waren, was wir gemacht haben. Wie unterschiedlich urteilt der menschliche Geist.

Die ersten Bilder der einstürzenden Türme hatte ich eher zufällig auf einem Mini-Eck-Fernseher in meinem Lieblingscafé Kathmandus gesehen. Ohne Ton. Nur die im Loop ablaufenden Nebelschwaden und den Einsturz der Twin Towers. Alles völlig surreal. Normalerweise trank ich dort immer, unterhalten von den MTV Charts, meine Mango- oder Pfefferminz-Lassis. Zurückgekehrt von einer zehntägigen, intensiven Tibetreise hatte ich mich auf die unscheinbare Bar am Durbar Square gefreut. An der hellblauen Holzbar im Shabby-Look hatte mir Sonam einen Lassi mit neuer Papaya-Kreation gemixt. In Lhasa war mir, auf der Suche nach einem echten tibetischen Momo-Restaurant – nicht von Chinesen betrieben –, Kalsang über den Weg gelaufen. Englisch radebrechend hatten wir uns ausgetauscht wie Schwestern, die nach der Geburt vertauscht und auf verschiedenen Kontinenten gelandet waren. Natürlich würde ich mit Kalsangs Grüßen nach Dharamsala reisen und ihre beste Freundin im Museum für tibetische Geschichte suchen.


Zeitensprünge, Gedankenreisen

In der nordindischen Provinz haben zirka 120.000 Tibeter Asyl und Exil gefunden. Auf der langen Nachtfahrt im Oktober 2001 lernte ich eine 82-jährige Südafrikanerin kennen, die mit ihrer Enkeltochter zum Dalai Lama reiste – dem Oberhaupt der tibetischen Community und einer buddhistischen Schule. Sie reiste schon ihr halbes Leben zu Friedenskongressen und Hilfsorganisationen. Ihre Enkelin, gerade einmal zwölf Jahre alt, begleitete sie, wann immer es die Schulzeiten zuließen.

Wir kamen ins Gespräch und schnell auf ein Thema zu sprechen, das mich seither noch viel intensiver beschäftigt: die Verantwortung von Journalist*innen. Sie erzählte mir folgende Geschichte:

Nach dem 11. September wurden viele Flugzeuge, die nicht an ihren Zielorten landen konnten, nach Neufundland umgeleitet. Die Bewohner einer kleinen Ortschaft hatten sich darauf geeinigt, den gestrandeten Passagieren nicht einfach die dürftige Turnhalle als Notunterkunft anzubieten. Jede Familie nahm jemanden privat auf. Abends saßen alle zusammen und teilten ihre Ängste und Befürchtungen – aber eben auch Lebensgeschichten. Nach einigen Tagen konnte das Flugzeug seinen ursprünglichen Zielort New York anfliegen. Während dieses Fluges, vor dem sich für alle so viel geändert hatte, ging ein Millionär, der ebenfalls an Bord gewesen war, ins Cockpit. Was normalerweise nicht mehr erlaubt war. Aber die Piloten hatten – wie alle anderen – die vergangenen Tage und Nächte gemeinsam verbracht. Der Millionär bat per Durchsage um Spenden für den Gastgeberort. Er würde die zusammengetragene Summe aus seinem eigenen Vermögen verdoppeln – genug, um dem kleinen Ort eine neue Turnhalle zu spendieren.

Verstohlen hatte ich mir damals ein paar Tränen weggewischt, als meine beiden Mitreisenden fast gleichzeitig fragten: Warum bekämen wir nicht viel öfter solche Geschichten von Journalisten zu lesen? Stories von Mitgefühl, Selbstlosigkeit, Zuneigung.

Seifenblase vor blauem Himmel

Zeitensprünge, GedankenReisen

In der nordindischen Provinz haben zirka 120.000 Tibeter Asyl und Exil gefunden. Auf der langen Nachtfahrt im Oktober 2001 lernte ich eine 82-jährige Südafrikanerin kennen, die mit ihrer Enkeltochter zum Dalai Lama reiste – dem Oberhaupt der tibetischen Community und einer buddhistischen Schule. Sie reiste schon ihr halbes Leben zu Friedenskongressen und Hilfsorganisationen. Ihre Enkelin, gerade einmal zwölf Jahre alt, begleitete sie, wann immer es die Schulzeiten zuließen.

Wir kamen ins Gespräch und schnell auf ein Thema zu sprechen, das mich seither noch viel intensiver beschäftigt: die Verantwortung von Journalist*innen. Sie erzählte mir folgende Geschichte:

Nach dem 11. September wurden viele Flugzeuge, die nicht an ihren Zielorten landen konnten, nach Neufundland umgeleitet. Die Bewohner einer kleinen Ortschaft hatten sich darauf geeinigt, den gestrandeten Passagieren nicht einfach die dürftige Turnhalle als Notunterkunft anzubieten. Jede Familie nahm jemanden privat auf. Abends saßen alle zusammen und teilten ihre Ängste und Befürchtungen – aber eben auch Lebensgeschichten. Nach einigen Tagen konnte das Flugzeug seinen ursprünglichen Zielort New York anfliegen. Während dieses Fluges, vor dem sich für alle so viel geändert hatte, ging ein Millionär, der ebenfalls an Bord gewesen war, ins Cockpit. Was normalerweise nicht mehr erlaubt war. Aber die Piloten hatten – wie alle anderen – die vergangenen Tage und Nächte gemeinsam verbracht. Der Millionär bat per Durchsage um Spenden für den Gastgeberort. Er würde die zusammengetragene Summe aus seinem eigenen Vermögen verdoppeln – genug, um dem kleinen Ort eine neue Turnhalle zu spendieren.

Verstohlen hatte ich mir damals ein paar Tränen weggewischt, als meine beiden Mitreisenden fast gleichzeitig fragten: Warum bekämen wir nicht viel öfter solche Geschichten von Journalisten zu lesen? Stories von Mitgefühl, Selbstlosigkeit, Zuneigung.

©CarolaGüldner/Firefly KI Schuhe vor einem Kloster

Gestohlene Schuhe im Kloster?

„Make sure, that your shoes are not stolen“ empfing mich das handgemalte Schild vor dem Tempelraum des Dalai Lama. Im Ernst, musste man hier wirklich fürchten, dass vor einem buddhistischen Gebetsraum die Schlappen gestohlen wurden?

Ich weiß es nicht. Und hier schließt sich mein Geschichtenkreis simpel und ohne großes Gedöns. Denn, egal, wohin mich meine Reisen führten, es sind mir immer Menschen begegnet. Hilfsbereit, freundlich und oft mit viel Humor. Selbst in aussichtslosen Situationen.

Ihnen allen würde ich gern in meinen Texten und Erzählungen etwas davon zurückgeben möchte.

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