Name und Herkunft
Der Name leitet sich vom Sanskrit-Begriff Kambuja ab – dem mythischen Ursprungsvolk der Khmer. Im Khmer heißt das Land Kâmpŭchéa, international ist „Cambodia“ geläufig.
Lage
Eingeschlossen zwischen Thailand, Laos und Vietnam, mit kurzem Zugang zum Golf von Thailand. Das Inland wird vom Mekong und dem Tonle-Sap-See dominiert – dem größten Binnensee Südostasiens.











































Geschichte
Das Khmer-Reich (9.–15. Jh.) hinterließ mit Angkor Wat eines der bedeutendsten Bauwerke der Menschheit. Nach der Unabhängigkeit 1953 folgte das dunkelste Kapitel: Das Regime der Roten Khmer ermordete zwischen 1975 und 1979 bis zu zwei Millionen Menschen.
Bevölkerung
17 Millionen Einwohner, über 90 Prozent Khmer. Der Theravada-Buddhismus durchdringt Alltag, Architektur und Kalender. Medianalter: 27 Jahre.
Wirtschaft
Textilien, Tourismus, Landwirtschaft. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von weniger als 3,65 Dollar täglich. Wohlstand konzentriert sich in Phnom Penh, oft in enger Verflechtung mit politischer Macht.
Währung
Landeswährung ist der Riel – im Alltag dominiert jedoch der US-Dollar. Wechselgeld kommt häufig in Riel zurück.
Besonderheit
Angkor Wat ist das größte religiöse Bauwerk der Welt, seit 1992 UNESCO-Welterbe. Landminen aus Jahrzehnten des Konflikts werden bis heute geräumt – eine der höchsten Minenbelastungen weltweit.
Der Tonle Sap mit seinem jahreszeitlich wechselnden Wasserstand prägt weite Teile des Landes wirtschaftlich und ökologisch. Zugleich ist Kambodscha bis heute vom Erbe der Gewaltgeschichte, von Landfragen, jungen Bevölkerungsstrukturen und dem Spannungsverhältnis zwischen Tradition, rasanter Urbanisierung und internationalem Einfluss geprägt.

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